Möbel-Ratgeber: Einrichtungsideen für jedes Alter

Möbel-Ratgeber: Einrichtungsideen für jedes Alter

Das Schönste an einer Schwangerschaft ist die Vorfreude auf das Baby. Der Bauch wird runder, die ersten Strampler werden gekauft und so langsam machen sich die werdenden Eltern Gedanken über das Einrichten des Babyzimmers. Hier sind der Kreativität erst einmal keine Grenzen gesetzt, solange Sie auf einige wichtige Dinge achten. In unserem Möbel-Ratgeber verraten wir Ihnen, was Sie bei der Gestaltung eines Babyzimmers besonders berücksichtigen sollten und wie eine altersgerechte Einrichtung die Entwicklung Ihres Kindes unterstützen kann. Des Weiteren erhalten Sie wichtige und hilfreiche Tipps zum Thema Sicherheit, damit Sie entspannt in Ihr neues Familienglück starten können.

Babyzimmer einrichten – Wichtige Tipps & Hinweise

Bei der Gestaltung des Babyzimmers stehen Kinderfreundlichkeit und Funktionalität an erster Stelle, denn Ihr Kind soll sich schließlich in einer sicheren Umgebung frei entfalten können. Hierbei ist es sinnvoll das Zimmer, unabhängig davon, ob es sich um ein Baby- oder Kinderzimmer handelt, in drei Bereiche zu unterteilen: Spielen, Wohnen und Schlafen.

Spielen:

In einem Babyzimmer wird der Spielbereich zwar noch etwas kleiner ausfallen als in einem Kinderzimmer, doch schon für die Kleinsten ist es wichtig einen Ort  zu haben, in dem sie sich nur aufs Spielen und Entdecken konzentrieren können. Für die Erstausstattung eines Babyzimmers ist für diesen Bereich eine Krabbeldecke oder ein Teppich sinnvoll, damit es Ihr Baby schön weich hat und sich nicht verletzten kann. Damit Ihr Kind sich auf das Wesentliche konzentrieren kann und nicht von Unordnung gestört wird, sind Aufbewahrungsboxen für Spielzeug und Kuscheltiere eine gute Idee für den Spielbereich.

Wohnen:

Gerade in der ersten Zeit spielt der Wohnbereich für Ihr Baby noch keine große Rolle. Doch gerade stillende Mütter werden sich über eine bequeme Sitzgelegenheit in Form eines Sessels oder eines Sitzsackes sehr freuen, denn hier werden Sie in den ersten Wochen einen Großteil Ihrer Zeit verbringen, um Ihr Baby zu füttern. Später eignet sich diese Ecke auch perfekt zum Gute-Nacht-Geschichten Vorlesen und Kuscheln. Hier ist auch der richtige Platz für eine Wickelkommode. Der Vorteil einer Wickelkommode gegenüber einem einfachen Wickeltisch ist, dass eine Wickelkommode später zu einer normalen Kommode umfunktioniert werden kann und darüber hinaus noch Aufbewahrungsmöglichkeiten für Windeln, Feuchttücher, Bodys und Co. bietet. Doch egal ob Kommode oder Tisch, in jedem Fall ist es wichtig, dass die Möbel einen stabilen Halt haben und nicht umkippen können.

Bettchen im Kinderzimmer

Das Bettchen ist in der ersten Zeit der zentrale Punkt des Kinderzimmers

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, den Wickeltisch mit Winkeln an der Wand zu befestigen, so kann Ihr Sprössling sich vollkommen sicher im Babyzimmer bewegen.

Schlafen:

Der zentrale Punkt im Babyzimmer, vor allem in den ersten Monaten, ist das Bett. Zunächst einmal sollte das Babybett an einem ruhigen Platz im Zimmer stehen, damit Ihr Kind die Möglichkeit hat, ruhig und gut zu schlafen. Bei der Auswahl des Bettes ist es Ihnen überlassen, ob Sie sich für ein Beistellbett, einen Stubenwagen oder ein Gitterbett entscheiden. Beistellbett und Stubenwagen haben den Vorteil, dass Sie Ihr Baby in den ersten Monaten in Ihrer Nähe haben und somit nachts nicht aufstehen müssen. Ein höhenverstellbares Gitterbett hat den Vorteil, dass Sie es nicht nach ein paar Monaten austauschen müssen, sondern je nach Größe mehrere Jahre benutzen können. Unabhängig davon für welches Bett Sie sich entscheiden, sollten Sie auf jeden Fall ein Nestchen zum Auspolstern des Bettes besorgen, um Verletzungen Ihres Kindes zu vermeiden.

Verzichten Sie in den ersten Wochen auf Kissen, Decken oder Kuscheltiere im Bett! Die Gefahr, dass die Kleinen ersticken ist zu hoch. Am besten besorgen Sie einen Babyschlafsack, so hat es Ihr Baby immer schön warm und es kann sicher in seinem Bettchen schlafen. Da bei Babymatratzen für gewöhnlich kein Härtegrad angegeben wird, sollten Sie darauf achten, dass sie eher auf eine harte als auf eine weiche Matratze zurückgreifen, damit Ihr Baby gut schlafen kann. Bei einer zu weichen Matratze besteht das Risiko, dass Ihr Baby mit dem Gesicht einsinkt und so der Luftaustausch erschwert wird. Ein atmungsaktiver Bezug sowie ein  Matratzenschoner sind hier von Vorteil für den Fall, dass die Windel mal nicht dicht ist. Um Ihrem Baby beim Einschlafen zu helfen und um seine Sinne zu schärfen, eignen sich Nachtlichter, Spieluhren und Mobiles. Nachtlichter sorgen für ein angenehmes Licht im Babyzimmer und schaffen so eine gemütliche Atmosphäre, in der sich ihr Kind garantiert wohl fühlt.

Zimmer für Kleinkinder einrichten – Was wird benötigt?

 

Mit zunehmendem Alter werden Kinder immer mobiler und fangen an zu krabbeln und die Welt um sich herum zu entdecken. Die Möbel im Kinderzimmer sollten sich dieser Mobilität anpassen, damit Ihr Kind immer sicher aufgehoben ist.

Spielen:  Ihr Kind ist nun in einem Alter, in dem es sich selbst fortbewegen und auf Entdeckungstour gehen kann. Für den Spielbereich eignen sich in diesem Alter niedrige Regale mit offenen Fächern, damit ihr Kind die Möglichkeit hat, eigenständig an Spielzeuge und Bücher zu gelangen. Da Ihr Baby immer mobiler und neugieriger wird, ist ein Laufgitter sehr hilfreich, damit Ihr Kind in Sicherheit ist, auch wenn Sie das Zimmer einmal verlassen. Bei Kindergartenkindern steigt oft das Interesse an kreativer Arbeit. Hierfür eignet sich eine kleiner Maltisch, an dem sich die Kleinen nach Herzenslust austoben können.

Niedrige Regale fürs Babyzimmer

Niedrige und offene Regale ermöglichen Babys eigenständig an ihr Spielzeug zu gelangen

Wohnen:

Spätestens wenn Ihr Kind in den Kindergarten kommt, benötigt es auch mehr Kleidung. Wenn die Wickelkommode nicht mehr ausreichend Platz bietet, empfiehlt es sich einen Kleiderschrank anzuschaffen. Um den Wohnbereich noch ein Stück gemütlicher zu gestalten, sind Kinderlampen eine schöne Idee damit Ihr Kind auch genug Licht zum Spielen hat. Bitte achten Sie darauf, Deckenleuchten anstatt Stehlampen im Kinderzimmer anzubringen, da Stehlampen eine zu große Gefahrenquelle für Ihre Kleinen darstellen.

Schlafen:  

Wenn Ihr Kind bis jetzt in einem Beistellbett oder einem Stubenwagen geschlafen hat, werden diese bald zu klein werden. In diesem Alter sind Babybetten mit Gitterstäben zum Herausnehmen und einem höhenverstellbaren Lattenrost sinnvoll. Die Gitterstäbe verhindern, dass Ihr Kind nachts aus dem Bett fällt und sich verletzt. Später lassen sich solche Betten gut zu Kinderbetten umbauen  und Sie ersparen sich so die Anschaffung eines neuen Bettes. Für Urlaube und Kurztrips sind Reisebetten sehr praktisch, denn sie sind leicht auf- und abzubauen und lassen sich gut transportieren.

Kinderzimmer für Kindergarten- und Schulkinder einrichten

Mit zunehmendem Alter ändern sich auch die Bedürfnisse und Interessen Ihres Kindes und somit auch die Ausstattung im Kinderzimmer. Wichtig ist, dass Sie die Wünsche Ihres Kindes bei der Gestaltung des Zimmers mit einbeziehen. Wandtattoos und andere Accessoires sind eine gute Möglichkeit, denn man kann Sie leicht austauschen und somit den wechselnden Interessen und Bedürfnissen Ihres Kindes anpassen, ohne sofort das ganze Zimmer neu streichen zu müssen oder neue Möbel anschaffen.

Spielen:

Je älter Ihr Kind wird desto mehr Spielzeug besitzt es vermutlich. Aufbewahrungsboxen helfen nicht nur Ordnung zu schaffen, sondern sie können Ihrem Kind auch dabei helfen, selber ein gewisses Ordnungsgefühl zu entwickeln. Wenn Sie ein Foto der Spielzeuge machen, die in die jeweilige Box gehören, helfen Sie Ihrem Kind sich in den eigenen vier Wänden zurechtzufinden. Um den Spielbereich gemütlicher zu machen, eignet sich ein Teppich. Er ist weich und Ihr Kind kann Ihnen helfen den passenden Teppich zu finden.

Wohnen:

Je älter Kinder werden desto mehr Wert legen sie darauf ihren eigenen Bereich zu haben. Spätestens wenn Ihr Kind ins Grundschulalter kommt, sollten Sie sich Gedanken über den passenden Schreibtisch machen.  Hier bietet sich ein höhenverstellbarer Schreibtisch an, der mit Ihrem Kind mitwächst. So kann Ihr Kind immer bequem sitzen und lernen – vom Erstklässler bis zum jungen Erwachsenen. Passend zu einem Schreibtisch lohnt es sich auch einen Schreibtischstuhl anzuschaffen. Ob Sie sich dabei für einen Drehstuhl oder einen Hocker entscheiden, ist ganz Ihnen und Ihrem Kind überlassen. Da Ihr Kind ab einem gewissen Alter auch vermehrt Freunde zu sich einladen wird, ist eine kleine Sitzecke mit einem Sofa oder einem Sessel praktisch. Ein Sofa hat den Vorteil, dass der Besuch dann auch gleich über Nacht bleiben kann.

Schlafen:

Nun ist die Zeit für ein normales Bett gekommen. Gehen Sie am besten mit Ihrem Kind gemeinsam auf die Suche nach dem passenden Modell und beziehen Sie es in die Entscheidung mit ein. In kleinen Kinderzimmern schaffen Hochbetten mehr Platz, da sich darunter mehr Stauraum schaffen lässt. Wichtig ist nur, dass das Hochbett über einen ausreichend hohen Fallschutz verfügt damit Ihr Kind nicht nachts aus dem Bett fällt.

Tipps für eine sichere und kindgerechte Einrichtung:

  • Neue Möbelstücke – wenn möglich – ein paar Tage draußen auslüften lassen, damit unangenehme Gerüche verschwinden
  • Beim Auspacken auf mögliche Produktionsfehler achten (Klammern, Nägel, Splitter etc.)
  • Gebrauchsanweisung gründlich lesen
  • Auf Altersangaben und Maximalgewicht achten
  • Schrauben gut festziehen
  • Wacklige Möbel (z.B. Wickeltisch) mit Winkeln an der Wand befestigen
  • Keine niedrigen Möbel an oder unter das Fenster stellen
  • Abschließbare Fenstergriffe (ggf. nach Absprache mit dem Vermieter)
  • Kindersicherung in Steckdosen
  • Ecken- und Kantenschutz an Möbeln
  • Auf Zertifikate achten (z.B. GS-Siegel, Blauer Engel)

Wichtiger Hinweis für Allergiker

Es gibt unbehandelte Möbelstücke, die frei von Lacken sind. Achten Sie aber darauf, dass diese Möbelstücke anfälliger für Flecken und Macken sind als behandelte Möbelstücke.

Materialien

Geleimtes Formholz:

  • Geschlossene Struktur
  • Verformt sich nicht
  • Optisch wie Massivholz

MDF- oder Spanplatten:

  • Gepresste und zusammengeleimte Holzspäne
  • Robust & leicht
  • Kunststoffbeschichtet (leicht zu reinigen)

Massivholz:

  • Stabil & langlebig
  • Atmendes Holz beeinflusst das Raumklima positiv
  • Naturbelassen und frei von schädlichen Substanzen

Ein gut eingerichtetes Zimmer sollte also immer an Alter, Mobilität und Entwicklung Ihres Kindes angepasst sein. So schaffen Sie für Ihr Kind eine sichere Umgebung und fördern darüber hinaus noch dessen Selbstständigkeit. Natürlich sind auch gestalterische Aspekte wichtig, um das Zimmer in eine Wohlfühloase zu verwandeln. Wenn Sie auf die Sicherheitshinweise achten, sind Ihrer Kreativität und der Ihres Kindes keine Grenzen gesetzt. Wenn Sie die oben genannten Tipps beachten, können Sie jedes Zimmer in ein schönes und vor allem sicheres Kinderzimmer verwandeln!

10. Dezember 2018 | Teilen