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Wissenswertes
Pucken
  1. Pucken – was ist das eigentlich?
  2. Ab wann können Babys gepuckt werden?
  3. So funktioniert das Pucken


Pucken – was ist das eigentlich?

Alles, was Sie rund um das Thema „Pucken“ wissen müssen

Unter Pucken versteht man eine spezielle Wickeltechnik, die Babys das Einschlafen und Durchschlafen erleichtert. Das Pucken vermittelt Babys ein besonderes Gefühl von Wärme, Ruhe und Sicherheit – ähnlich dem vertrauten Gefühl im Mutterleib.

Was hat der Moro-Reflex mit dem Pucken zu tun?

Der Moro-Reflex ist ein natürlicher, angeborener und lebenswichtiger Reflex. Der erste Atemzug nach der Geburt wird durch den Moro-Reflex ermöglicht. Häufig wird der Reflex auch als Klammergriff oder Schreckreflex bezeichnet. Ausgelöst wird der Reflex u. a. durch Geräusche, Schrecksituationen und dem Übergang zwischen den verschiedenen Schlafphasen.

Häufig zu beobachtender Ablauf des Moro-Reflexes:

  • Der Mund des Babys öffnet sich, die Ärmchen werden ruckartig mit gespreizten Fingern nach außen bewegt
  • Der Mund schließt sich und die Ärmchen werden wieder an den Körper gelegt.


Viele Babys wachen durch das plötzliche und unabsichtliche Zucken auf und reagieren mit Schreiattacken auf die unangenehme Situation. Nach dem dritten bzw. vierten Monat lässt der Moro-Reflex von alleine nach.

Ein gepucktes Baby kann nicht unkontrolliert mit den Ärmchen zucken und sich aus diesem Grund auch nicht mehr länger aus dem Schlaf reißen. Ihr Baby und natürlich auch Sie selbst können ruhiger und erholsamer schlafen. Gibt es Gründe, die gegen das Pucken sprechen? Ja! Sollte Ihr Kind an einer Hüftdysplasie oder erhöhter Temperatur bzw. Fieber leiden, verzichten Sie bitte vollständig auf das Pucken.

Ab wann können Babys gepuckt werden?

Babys können sofort nach der Geburt gepuckt werden. Neugeborene nehmen das Pucken besser an, da das Pucken stark an das vertraute Gefühl in der Gebärmutter erinnert. Auch wenn Sie nicht sofort nach der Geburt mit dem Pucken begonnen haben, können Sie Ihr Kind nach und nach an das Pucken heranführen. Denken Sie immer daran: Jedes Kind ist anders! Wenn Sie merken, dass Ihr Kind auch nach einer kurzen Eingewöhnungsphase, keine Ruhe durch das Pucken findet bzw. sich sichtlich unwohl fühlt, verzichten Sie bitte auf die Puck-Methode.

Wann und wie lange kann ich mein Baby pucken?

In der Regel sollten Babys nur zum Schlafen gepuckt werden, damit sie in dieser wichtigen Phase Ruhe und Erholung finden können. Ab dem 3. bis 5. Monat lässt der Moro-Reflex nach. Jetzt ist es an der Zeit, mit dem Pucken aufzuhören. Testen Sie aus, wie Ihr Kind ohne Pucktuch oder Pucksack schläft. Wenn an einen ruhigen Schlaf nicht zu denken ist, da Ihr Baby sich durch den Moro-Reflex aus dem Schlaf reißt, verwenden Sie weiterhin die Puck-Methode.

Kann ich mein Baby auch im Sommer pucken?

Natürlich können Sie Ihr Baby auch im Sommer pucken. Damit es ihrem Baby unter dem Pucktuch oder Pucksack nicht zu heiß wird, empfehlen wir einen leichten sommerlichen Body. Sie können natürlich auch komplett auf Kleidung verzichten und Ihr Kind lediglich mit einer Windel bekleidet pucken. Im Sommer ist ein Pucktuch oder Pucksack aus dünnem und atmungsaktivem Stoff die beste Wahl. Kontrollieren Sie in regelmäßigen Abständen die Temperatur Ihres Babys. Fühlt sich die Haut warm und verschwitzt an? Dann verzichten Sie auf zusätzliche Kleidung unter dem Pucktuch oder Pucksack.

So funktioniert das Pucken:

Zum Pucken können Sie ein einen Pucksack, ein spezielles Pucktuch oder ein einfaches Mulltuch verwenden.

Puckanleitung mit einem Pucksack

Mit Hilfe des Womby Bag ist das Pucken im Nu erledigt. Falten Sie den Pucksack einfach auseinander und legen Sie Ihr Baby sanft hinein. Ziehen Sie den Fußteil (1) hoch und legen Sie die Seitenteile (2+3) übereinander. Gut und sicher verschlossen wird alles durch den praktischen Klettverschluss.

Puckanleitung mit einem Mulltuch

Falten Sie das Mulltuch zu einem Dreieck. Legen Sie Ihr Kind mittig auf das Tuch. Der Kopf sollte nicht auf dem Tuch liegen. Wickeln Sie die linke Hälfte des Tuches um den Körper Ihres Babys, die untere Hälfte falten Sie nach oben. Jetzt müssen Sie nur noch die rechte Tuchhälfte um den Körper wickeln. Fertig!